Mit offenem Visier in die Schlacht

Würrers Spartiaten starten erfolgreich ins Jahr 2015 und bieten den Fans regelmäßig eine Show. 


Bundesarchiv_Bild_rutschen.jpg-DSG Irreal-St. Leopold

Es war ein regnerischer Donnerstag in Wien, wie ich diesen Frühlingstag des 2. Aprils erinnere. Ich befand mich in der höchsten Phase der Konzentration, als ich meiner täglichen Arbeit nachging. Im Büro sitzend, wurde ich nichtsahnend vom Vibrieren meines Mobiltelefons aus dem Fokus gerissen. Doch wer versuchte mich zu dieser unerwarteten Stunde zu kontaktieren? War es vielleicht eine hübsche Dame, die um ein Date ansuchte? Meine Ex-Freundin, die sich nach dem Wohlbefinden unseres gemeinsamen Hundes erkundigte? Oder gar ein Familienmitglied, das sich über die seltene Kontaktaufnahme beschweren wollte? Voller Neugier wischte ich mit meinem Daumen über den Bildschirm meines Handys und öffnete die Nachrichtenbox. Soll rasch wie möglich wollte ich erfahren wer hinter dem Geheimnis steckte. Ganz oben war er zu lesen, der Name, der sich hinter diesem Rätsel verbarg. Es war der Name meines Präsidenten, Karl-Michael Pfeiffer. Ohne zu zögern öffnete ich seine Nachricht: „Nachdem unsere Edelfeder über den Herbst berichtet hat, könnte der Clubmanager eigentlich die Frühjahrsspiele aufarbeiten...“, stand da geschrieben. Diese Nachricht las sich einerseits wie eine Ermahnung, andererseits wie ein Ritterschlag. Wer sonst hätte in die Fußstapfen des großen David Nestlers, dem einzig legitimen Nachfolger von Marcel Reich-Ranicki, treten können? Vom irrealen General höchstpersönlich auserkoren, wusste ich, es wurde Zeit. Zeit um die Wissbegier des „Man in Black“ rund um sein geliebtes Irreal St. Leopold zu erfüllen. Und hier ist sie nun, die kurze Geschichte über die neuesten Abenteuer der Ritter von Würrers-Tafelrunde:

Drei Kapitel wurden seit der Verfassung der letzten Nachricht geschrieben. Es waren drei aufregende Abenteuer, die von vielen Toren, vergebenen Chancen und dem ein oder anderen Tormannfehler gekennzeichnet wurden. Das prägendste jedoch waren die neuen Kleider, die die stählernen und austrainierten Körper von Würrers-Mannen fortan in der Fremde zieren. Im gelb-roten Galatasaray-Zwirn erinnern die irrealen Athleten darin an spartanische Krieger. Angsteinflößend sollen sie sein, die neuen Rüstungen unserer Helden. Doch nicht nur ein neues Äußeres gab es zu begrüßen. Mit Heimkehrer Ati und Edelzangler Cihan aka. Klaus, wurde Würrers Kader erneut verstärkt und soll den Gegnern künftig das Fürchten lehren.

Ungeschlagen im Jahr 2015

Doch wie verliefen die drei ersten Partien im Frühjahr? Erfolgreich mit einem Schönheitsfleck absolvierte die würrersche Eliteeinheit die bisherigen drei Schlachten im Jahr 2015. Während man gegen die kalifornischen Hasen (6:2) sowie Dynamo Deluxe (4:1) kein Erbarmen kannte und somit erfolgreich Revanche für die Niederlagen in der Hinrunde nahm, erfuhr man gegen die tausend jährige Truppe aus Kroatien (4:4) erneut einen kleinen Dämpfer. Bereits am Montag wird das nächste Kapitel der irrealen Saga geschrieben. Es sollen die Punkte acht, neun und zehn, in diesem bislang so erfolgreichen Frühjahr, erbeutet werden.