Irreal wieder nicht Cup-Sieger

Irreal muss sich erneut in der ersten Cuprunde geschlagen geben.

sturmfeuer080514gepa726.jpg-DSG Irreal-St. Leopold

Dem Aufruf der Fans sind die Spieler nicht gefolgt

Samstag 30.8.2014. Der Sommer ist vorbei, der Himmel bedeckt mit allzeit zum Guss bereiten Regenwolken. Auf dem Fußballplatz der Union Mauer, einem Kleinod am Rande der Großstadt, beginnt für Irreal St. Leopold die 32. trainingsfreie Saison ihrer Geschichte. Wieder ein Jahr älter, an Erfahrung reicher und an Kilos ein klein wenig schwerer, traf man sich zum Wiedersehen, nach den langen fußballlosen Sommermonaten. Endlich ging es wieder los. Man sah und erkannte sich wieder, die alten Haudegen eilten aus allen Teilen des Landes herbei, um mit der Cuppartie gegen Dynamo Hösche die Herbstrunde in Angriff zu nehmen. Einzig der Kapitän blieb fern. Er wachte am Krankenbett seiner notleidenden Gattin. Gottlob kam nach dem Spiel die Entwarnung: alles wird wieder gut.

Der Cup war nie der Irrealen Spezialität. Entsprechend vorsichtig ging man an die Sache heran. Zu nah war noch die Erinnerung an die erhaltenen 16 Treffer in den beiden Cupbewerben des letzten Jahres, und auch der Gegner schien, zumindest was die Fitness anging, den Herren aus der Leopoldstadt ein klein wenig voraus zu sein. Nichts desto trotz schickte Coach Würrer seine diesmal in Rot agierenden Akteure frohen Mutes auf das Feld. Immerhin konnte er auf den kurzfristig einberufenen Zuber und den von seinem Auslandsengagement zurückgekehrten Grafen Esterhazy bauen. Ansonsten stand der Kern jener Truppe, die sich letztes Jahr erfolgreich in der oberen Tabellenhälfte etablieren konnte, bereit.

So begann also das Spiel. Vorsichtig und bemüht den Rhythmus zu finden, entspann sich ein wenig von Wagemut geprägtes Spiel. Erst mit Fortdauer der ersten Halbzeit fand Irreal die Sicherheit wieder und erlangte zunehmend Kontrolle über Ball und Spielfeld. Erste kleine Angriffsbemühungen verpufften, doch zunehmend gelangen auch sehenswerte Aktionen. Eder vergab mit Kopf und Bein aus aussichtsreichen Positionen. Meist assistierten Janitsch und Hellmann. Die Defensive behielt in den meisten Situationen die Oberhand. So sah Coach in Würrer in der Pause, dass es gut war. Ein wenig nach der Pause wurde Hellmann im Strafraum erlegt. Eder erhaschte den Ball und erledigte den Straftstoß. Staubtrocken. Wieder fand man Chancen vor. Doch auch Dynamo Hösche gelangte zunehmend gefährlich in den Strafraum. Mit dem Ausgleichstreffer und den unübersehbar schwindenden Kräften übernahm die Heimmannschaft zunehmend das Kommando. Einem weiteren einwandfreien Treffer wurde die Anerkennung verweigert. Folgerichtig brachte Coach Würrer Routine und somit Königshofer ins Spiel. Das lang erwartete Comeback des großen Stars der Leopoldstadt erfreute nicht nur die Mannschaftskameraden, sondern wurde auch von tosendem Applaus der mitgereisten Anhänger bedacht. Irreal rettete sich ins Penaltyschießen.

Dort angekommen, hoffte man die Routine auf seiner Seite zu haben. Neun Schützen traten an, neun Schützen versenkten ihre Bälle im Netz. Dem Letzten aber versagten die Nerven. Ausgerechnet Janitsch, dem sonst so treffsicheren Freistoßakrobaten, kullerten Tränen der Enttäuschung über die Wangen. Seine Mitspieler trösteten ihn. Der Cup, er ist der Irrealen große Liebe nicht.

Gratulation an Dynamo Hösche zum Aufstieg! Nächste Woche ruft die Meisterschaft.