1:0!!! Janic hat die rettende Idee

Irrealos erkämpfen sich 1:0-Auswärtserfolg gegen DSG Idee auf der Schmelz und revanchieren sich damit für die Cup-Blamage.

Bananenflanke.jpg-DSG Irreal-St. Leopold

Es schlug die 13. Stunde auf der ehrwürdigen Schmelz, dem ausgemachten Zeit- und Treffpunkt. Man zählte unmengen Container, 8 Blumentöpfe und fünf Irrealos.  Der Rest der Truppe? Er kam zu spät. Auch das nicht wirklich ungewöhnlich. Immerhin, am Ende standen 14 Mann parat um sich mit Idee zu messen, einer Idee, die vor wenigen Wochen noch deutlich zu groß für die Haudegen aus der Leopoldstadt war. Zudem gelang der letzte Sieg in einer längst vergangenen Zeit, einer Zeit, in der noch Blumen blühten, wärmende Sonnenstrahlen die Herzen der Menschen erwärmten und Freund Janic bis in die späten Abendstunden am Waldesrand nach Schmetterlingen jagte. Es waren schöne, unbekümmerte Tage, die inzwischen undenkbar lange zurück lagen. Darauf folgten 55 erfolglose Tage und 55 traumlose Nächte, die tiefe Spuren in den Köpfen der einst so stolzen Spieler hinterließen. Als wäre das alles noch nicht genug, ließ auch der Gegner nichts unversucht, die Moral der Irrealen zu brechen. Eine als Umkleidekabine getarnte Telephonzelle wurde als Unterkunft präsentiert, das zu bespielende Feld mit Desinformationslinien versehen und hinter den bekannten Toren Fieldgoals platziert. Alles Das versprach nichts Gutes.

Doch erstens hat Irreal Charakter und zweitens Würrer. Letzterer massierte die gebeutelten Seelen seiner Schützlinge, sprach Ihnen Mut und Zuversicht zu. Und mit einem Mal erhob sich seine Stimme aus dem Gemurmel dutzender Kehlen in der Telephonzelle: „Männer!“ schallte es. Augenblicklich hafteten alle Blicke auf dem Strategen mit dem wallenden Haupthaar. Und Manfred sprach: „Heute wird der Sieg unser sein!“ Die Mannschaft verstand.

Coach Würrer kündigte Veränderungen an: Ein Flo wirbelte im Sturm, ein anderer vertrat die kaputte schwäbische Eiche. Mate machte den Klaus, nur weniger emotional. An der rechten Seite feierte Christian sein Startelfdebut. Die Offensivhoffnungen Jules und Hellmann mussten derweil auf der harten Ersatzbank Platz nehmen. Die Rollen waren verteilt, das Spiel konnte beginnen!

Von Anpfiff an übernahm Idee das Kommando, hielt den Ball in den eigenen Reihen und Irreal fern vom eigenen Tor. Und dann geschah nichts. 45 tor- und chancenlose Minuten, nahmen ihren Lauf. Idee zeigte sich irritiert ob des geballten Willens der Konrahenten. Soviel war klar: egal was noch kommen sollte, die Recken in den schneeweißen Kleidern würden sich an diesem Tag nicht so einfach geschlagen geben, wie beim letzten, demütigenden Aufeinandertreffen. Doch das war längst nicht alles. Coach Würrer war wieder einmal einen Schritt voraus, denn nun kam Hellmann! Und mit Hellmann und etwas später Jules übernahm Irreal die Initiative und erarbeitete sich Chance um Chance. Der Mann aus den Untiefen der Hölle traf die Stange, und scheiterte nur wenige Augenblicke später am ausgezeichneten Schlussman der Gastgeber. Lukas J. erzielte das Tor aus einem Corner, David N. ein Fieldgoal aus dem Halbfeld. Jules und Ati zogen gegen den Panther von der Schmelz den Kürzeren.  Idee dagegen agierte einfallslos. Welle um Welle brach an den irrealen Verteidigungslinien. Das Spiel hatte sich gedreht! Bis zum Ende hielten die zuletzt so unglücklichen Gäste stand. Nach Abpfiff fielen sich die wackeren Leopoldstädter in die Arme. Es war vollbracht! Die Welt war wieder im Lot! Die Männer von Irreal St. Leopold begannen diesen Tag als geprügelte Knaben und beendeten ihn als stolze Triumphatoren.

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